Wochenübung 1: Vom unsicheren Jungen im Kopf zum Mann im Körper

Uns Männern wurde von klein auf beigebracht, wir müssen stark sein und dürfen keine Schwäche zeigen. Mit Sprüchen wie: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz." oder "Männer weinen nicht."

Diese Sätze haben ihre Berechtigung, doch die meisten von uns haben das aber falsch verstanden. Und so haben wir Schmerz, Gefühle, Emotionen und auch Unsicherheiten unterdrückt und ganz viele Vermeidungsstrategien entwickelt, diese nicht zu zeigen.

So wurden wir unsichere Jungs, die sich hinter Masken verstecken, statt Männer im Körper. (Frauen merken unsere Unsicherheit sofort an unserer Haltung!)

Doch diese Sätze sind Aufforderungen, unsere Schmerzen, Unsicherheiten und Ängste zu meistern und nicht diese weg haben zu wollen durch Unterdrückung.

Und es beginnt, diese UNSICHERHEITEN, Ängste mal DASEIN zu lassen und wieder halten zu können.

 

Hier die Videoanleitung:

 

Übung Woche 1:

Schreibt mindestens eine Nachricht pro Tag in die Telegramm-Gruppe. 

1) Beobachte dich über den Tag und bemerke, wo du unsicher, ängstlich oder es dir unangenehm ist und du es vermeiden willst. Egal ob mit Frauen, Familie, Arbeit, Freunden, oder auch wenn du wo alleine bist.

2) Bemerke deine Schutzstrategien und Vermeidungsprogramme, diese Unsicherheit, Angst, das Unangenehme nicht dasein zu lassen.

3) Bleibe mit dieser Unsicherheit/Angst/den Unangenehmen: Atmen, Brust- Würdepunkt drücken → Haltung einnehmen. Versuche sie nicht weghaben zu wollen, sondern bleibe damit wie ein Mann!

4) Beobachte, was geschieht und ob du dich jetzt anders verhältst (also nicht mehr alte Programme abspielst)

5) Überprüfe, ob die Unsicherheit dich auf ein fehlendes Können hinweist. Wenn ja,  wie kannst du dir das antrainieren? Frage da gerne in der Gruppe nach. (Genaue Anleitung im 2 Video)

6) Teile deine Erfahrung in der Gruppe mit den anderen Männern.

 

Ergänzung zur Wochenübung, Erkennen der Unsicherheit:

Die meisten Unsicherheiten/Ängste wirst du im Augenblick bemerken, wenn du dich über den Tag beobachtest und spürst.

Doch es gibt Unsicherheiten/Ängste/Unangenehmes, die sich schon DAUERHAFT als Gewohnheit manifestiert haben:

1) Wo hälst du dich wegen Unsicherheiten DAUERHAFT fest, z.B.:

Überzeugungen, Meinungen, Sichtweisen, Menschen, Job, Beziehungen, Dinge, Verhalten, Versprechen, Vereinbarungen … die dir nicht mehr guttun.

Unsicherheiten, Ängste wie Verlustangst, Unsicherheiten, dann allein dazustehen, Gesicht zu verlieren, Ruf zu verlieren, Stolz zu verlieren, Sicherheit zu verlieren, Workaholic, bist wie ein bedürftiges Kind das an Mamas Brust saugt…

2) Wo lässt du nichts an dich rankommen, hast Mauern um dich gebaut?

Du trägst eine Maske wo du immer den starken spielst, gibst immer den anderen die Schuld, zeigst nicht was wirkich in dir ist. Trinkst deine Sorgen mit Alkohol weg. Bist für andere wie ein Buch mit tausend Siegeln.

Meist ist es Angst vor Nähe, Angst, verletzt zu werden, Angst ausgenutzt zu werden,..

Es geht nicht darum, dann gleich alles zu trennen und zu zerstören, sondern auch hier einfach mal diese Unsicherheit und Angst zu bemerken, die sich verstecken unter all diesen Gewohnheiten, und dann Dasein zu lassen wie in der Übung oben.

 

PS: Nochmals zur Erinnerung, ihr dürft diese Gruppe auch nutzen für Fragen, euch auszudrücken, Hilfe bitten,… außerhalb von der Übung.

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